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2500 km durch Marokko
Ich will hier nichts von Mineralogie bzw. Geologie schreiben. Dafür gibt es gute Bücher bzw. Artikel im Lapis, oder auch im Internet.
Ankunft ist der Flughafen von Agadir. Dort sollte man gleich Geld wechseln da marokkanische Banken zur Geduldsprobe werden können und Hotels meist schlechte Kurse anbieten. Beim Mietwagen auf jeden Fall ausser der normalen Kontrolle die Reifen begutachten und sich das Reserverad zeigen lassen. Meist ist der Wagen nicht aufgetankt. Direkt beim Flughafen gibt es eine Tankstelle. Je nach Reiseroute und Uhrzeit ist das dann nämlich die letzte für die nächsten 150 km.
Agadir - rien a dir - wie die Marokkaner selber sagen
Agadir wurde 1960 durch ein Erdbeben fast völlig zerstört und na ja es wurde halt schnell wieder aufgebaut. Und so sieht es halt jetzt aus. Es gibt zahllose Hotelburgen, Restaurants und im Sommer ist entlang des Lidos eine bunte Kirmes aufgebaut. Wenn ich in Agadir übernachten muss gehe ich meist ins Hotel Solman in der Avenue Hassan ll. DZ kostet circa 35 € und das Hotel ist sauber. Frühstück verkneife ich mir generell in Hotels, lieber in irgendein Straßenkaffe. Essenstipp für Abends sind die Fischbüdchen im Hafen. Man sitzt auf Holzbänken im freien unter fast ausschliesslich Marokkanern. WICHTIG den Preis vorher verhandeln. Preise stehen zwar überall auf Tafeln aus, aber wenn man nicht darüber redet sind sie bei der Endabrechnung bedeutungslos. Noch was : last den Salat stehen. Vermutlich ist er lecker aber wenn nicht viel spass mit Imodium Akut.
Agadir - Taliouine
Vom Flughafen ( von Agadir ist der Straßenverlauf etwas anders) aus kann man auf einer neu gebauten Strasse recht zügig die 80 km bis Taroudannt fahren. Taroudannt ist von einer 8 m hohen Stadtmauer umgeben. Die Souks sind sehenswert, berühmt vor allem für Kupferwaren. Markt ist Do. und So. Übernachtet habe ich noch nie in Taroudannt aber als Tipp für jemanden der richtig viel Geld ausgeben will, das Hotel Gazelle d `or. Es soll eins der schönsten von Marokko sein.
Die nächsten 80 km Richtung Taliouine sind landschaftlich genauso wie die Strecke bisher nicht so der Brüller. Man kann sie auch getrost nachts fahren allerdings mit sehr viel Vorsicht. Lkw`s ohne Licht, Pkw`s ohne Licht, Esel, Menschen Fahrradfahrer natürlich auch alle ohne Licht . Taliouine besitzt eine Kooperative de Safran. I n der Auberge de Safran übernachte ich meist. Das Essen ist Klasse und Mafoud der Besitzer weis viel über den Safran, die Berge und die Menschen zu erzählen. Wer Safran mag sollte hier unbedingt den Safrantee probieren. Hier kann man auch Safran kaufen. Vorsicht, auf den Souks wird meist Safranpulver angeboten. - Das ist kein Safran !!!!!!! - Bei Mafoud ist das anders, man bekommt nur die beste Qualität an Safranfäden. Das Gramm kostet circa ein Euro. Mafoud bietet auch geführte Trekkingtouren in die Berge an. Das Hotel an sich ist einfach, DZ circa 22 €, aber zum übernachten reicht es vollkommen.
Taliouine - Quassassate
Von Taliouine geht es weiter nach Tazenaght. Hier sind vor allem Teppichhändler ansässig. Ausserdem biegt hier die Strasse Richtung Bou Azzer ab.
Quassassate oder Warzzazzat oder oder .... Es gibt keine wirklich einheitliche Schreibweise für viele marokkanische Städte. Es kann schon passieren das Ortseingangs und Ortsausgangsschild sich deutlich unterscheiden. Hier sind in der Umgebung die ersten Mineralienhändler auf der Route. Rechts und links der Strasse sind kleine Häuschen mit viel Keramik auf dem Vorplatz. Und hier geht auch die Jagd nach den schönen Steinen los. Man braucht allerdings viel Geduld bis man was schönes findet. In Quassassate gibt es viele Hotels jeglicher Preiskategorie. Vom noblen Berbere Palace über das auch noch teuere Karam, hinab bis zum Es Saada. Wer eine besondere Beziehung zu Kakerlaken hat ist hier richtig. Gut die Viecher können einem auch im besten Hotel begegnen, allerdings ist deren Zahl in den letzten 10 Jahren stark zurück gegangen. Mein Tip das Palmeraie. DZ um 38 €. Allerdings Frühstück besser wieder im Strassencaffe. Essen wie die Filmstars entweder bei Dimitri oder im Obelix. Bei Dimitri tolles marokkanisches Essen und ,das ist wirklich erstaunlich, super Pasta Gerichte. In der Stadtmitte ist der Souk. Wer mag kann abends in die Disco im Hotel Karam, oder ins l ´Etoile de Sud marokkanischer live Musik lauschen. Gegenüber von Dimitri gibt es einen Supermarkt der auch ein reichhaltiges Weinsortiment führt. Ebenso kann man hier Wasservorräte auffüllen und kleinere knabereien für unterwegs kaufen. Wer möchte kann im Westen von Quassassate die Filmstudios besichtigen und im Osten die grosse Kasba Taourirt.
Quarzazate - Tinehir
Nach Quarzazate fährt man auf der Strasse der Kasbas entlang des Qued Daddis. Dies ist eine landschaftlich sehr schöne Strecke. Überall sind Kasbas zu entdecken, so das hier manch lohnendes Fotomotiv zu finden ist. In vielen Orten wird Rosenwasser und Rosenöl zum verkauf angeboten. Auf halber Strecke liegt Boumaine. Hier sind viele kleinere Ortschaften zu einer zusammengewachsen so das die Gesamtlänge die man durch den Ort fährt 32 km !!! sind. Man braucht zur durchfahrt gute 45 min und sollte sich wirklich überlegen ob man durch den Ort bei Dunkelheit fahren will. Ausser das hier die Strasse zur wunderschönen Daddes Schlucht abzweigt und es einen schönen Aussichtspunkt auf das Daddis Tal gibt hat der Ort selbst wenig zu bieten
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